Meine Werkzeuge – selbst gebaut mit Claude Code

Mein Laserdrucker leistet seit rund 15 Jahren beste Dienste, und nun war es mal wieder längst Zeit für einen neuen Toner. Laut Internet 50 bis 60 €, im großen Medienmarkt stehe ich dann vor 94 €. Nach kurzer Schockstarre finde ich einen Laden für Druckerzubehör, zehn Minuten entfernt: Original 80 €, kompatibler No-Name-Toner 29,99 €. Als Geizknochen treffe ich die logische Wahl und radle voller Freude ins Studio – unter Beachtung aller Verkehrsregeln, mit Helm.

Toner rein, passt perfekt. Und dann: macOS 27 mag den Drucker nicht mehr. Am Arbeitsrechner mit macOS 26 läuft er weiter, nur mache ich Office am Laptop. Ein neuer Drucker würde 130 bis 140 € kosten. Bezahlbar – aber schade um ein Gerät, das so zuverlässig läuft.

Und Claude so von der Seite: „Wat is los?“

Ich schildere mein Leiden, und 30 Minuten später hat mir Claude Code einen Treiber gebaut, der auf Anhieb funktioniert. Dann kann ich den Hals nicht voll genug kriegen: „Sach ma, Claudi Schatzi – wenn ich mehrere Dokumente in Serie drucken möchte …“ 15 Minuten später habe ich ein Programm namens „Seriendruck“: zehn Dokumente rein, Button „Alle Dokumente drucken“, fertig.

Und dann sag mir mal einer, KI ist eine Bubble.

Das ist nicht das erste Programm der letzten Wochen. Mit Claude Code sind außerdem entstanden: eine Zeiterfassung, die genau für mich gebaut ist, eine Pegelanzeige, eine Speicherplatzverwaltung, fünf Spiele im Stil der 80er für meinen achtjährigen Sohn – mit Spielzeitbegrenzung: Nach einer, zwei, drei oder vier kompletten Runden ist Pause – und ein Audio-Routing-Programm, das mir bestimmte Arbeiten im Studio enorm erleichtert.

Bildschirmvideos mit Ton „In the Box“ erforderten bisher immer einige Handgriffe. Jetzt läuft mein Programm „Routing“ unauffällig im Hintergrund, und ich kann jederzeit sofort Bildschirmvideos erstellen – ohne ein oder zwei Extrarunden „Setup-Gewusel“.

Der Game Changer war für mich schon vorher die Arbeit mit Claude in Cowork, mit Projekten, Skills und Konnektoren (MCPs). Davon habe ich in „KI ist bei mir angekommen“ erzählt. Drei Websites sind so innerhalb weniger Tage entstanden, ohne KI-Look, und für mich ist das eine neue Zeitrechnung. Claude Code ist noch mal etwas anderes: Damit baue ich mir Werkzeuge. Meine Werkzeuge. Da öffnen sich gerade noch einmal ganz neue Welten.

Die Animation habe ich mit HyperFrames und Claude Code erstellt.

Text: gemeinsam mit Claude geschrieben. (Claude hatte beim Text doch das „eine oder andere“ angesprochen und gefragt, ob ich es wirklich so schreiben möchte.)

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